Ein interessantes Video ist auf der Webseite des Philippinenmagazins über Arbeitsmigrantinnen zu finden. Hierzu einige Fakten: 11 mio. Menschen aus den Philippinen arbeiten im Ausland, die meisten davon sind Frauen, die als Dienstmädchen arbeiten. Nach Schulungen, in denen sie lernen, sich bedingungslos unterzuordnen und Auswahlgesprächen, nach denen nur Bewerberinnen eingestellt werden, die bereit sind, auf alle ihre Rechte zu verzichten, werden die Frauen zumeist in Haushalte im Nahen Osten oder nach China vermittelt.

Die Hausangestellten wohnen bei ihren Arbeitgebern und haben oft kein eigenes Zimmer. Bei einer 7-Tage-Woche arbeiten sie oft 17 Stunden am Tag. Jede 2. Hausangestellte wird verbal gedemütigt, jede 6. körperlich misshandelt und 6 % werden Opfer sexueller Gewalt. Die Frauen haben oft Schulden bei den Vermittlungsagenturen, die ihre Reise vorfinanzieren und können deshalb nicht flüchten. Im Libanon haben Arbeitgeber zudem aufgrund der Gesetzeslage das Recht, den Angestellten vorab die Papiere abzunehmen.

Wo gibt es Hilfe?

In Hongkong gibt es seit 30 Jahren eine Aufnahmestelle für geflüchtete Dienstmädchen, wo die Frauen sich aussprechen können und rechtliche Beratung erhalten.

Erstmals haben am 1. Mai dieses Jahres 5000 Dienstmädchen in Hongkong demonstriert.

In Manila klärt die Organisation „Migrante International“ ArbeitsmigrantInnen über ihre Rechte auf und versucht zudem, das Geschäft mit Arbeitskräften im Ausland einzudämmen.

Außerdem wird im Video ein Musikproduzent aus den USA vorgestellt, der sich für misshandelte Arbeitsmigrantinnen einsetzt, indem er eine Facebookseite und ein Netzwerk für Betroffene eingerichtet hat und über soziale Netzwerke Kontakt zu den Botschaften der Heimatländer der Betroffenen herstellt.

Dienstmädchen- Sklavinnen im Haushalt