{"id":2071,"date":"2011-04-17T21:13:47","date_gmt":"2011-04-17T19:13:47","guid":{"rendered":"http:\/\/dp-freunde.de\/comm\/?p=2071"},"modified":"2016-04-16T14:38:58","modified_gmt":"2016-04-16T12:38:58","slug":"die-insel-jolo-ist-der-mit-abstand-unsicherste-teil-der-philippinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dp-freunde.de\/comm\/2011\/04\/die-insel-jolo-ist-der-mit-abstand-unsicherste-teil-der-philippinen\/","title":{"rendered":"Im Land von \u00bbKlein C\u00e4sar\u00ab"},"content":{"rendered":"<h2>Die Insel Jolo ist der mit Abstand unsicherste Teil der Philippinen. Das<br \/>\nGesch\u00e4ft mit Entf\u00fchrungen und Drogenhandel boomt. F\u00fcr geschickte Vermittler eine<br \/>\nlukrative Angelegenheit<\/h2>\n<address>Rainer Werning<\/address>\n<address> <\/address>\n<div>Noch im Dezember letzten Jahres spr\u00fchte der drahtige<br \/>\nMittvierziger, stets freundliche und zu Scherzen aufgelegte Malik<br \/>\nL. (Name ge\u00e4ndert) vor Lebenslust. Mehrfach begleitete er mich<br \/>\nin den letzten Jahren auf Reisen durch die Insel Jolo auf den<br \/>\ns\u00fcdlichen Philippinen. Gemeinsam mit Verwandten und engen<br \/>\nFreunden sorgte er als st\u00e4ndiger Begleitschutz f\u00fcr die<br \/>\nnotwendige \u00bbsecurity\u00ab. Denn \u00bbSicherheit\u00ab,<br \/>\nso einer von Maliks Lieblingsspr\u00fcchen, war sein Gesch\u00e4ft,<br \/>\n\u00bbda kenne ich mich aus\u00ab. Kein Wunder, Malik arbeitete<br \/>\nhauptberuflich als Polizist. \u00bbMitglied der Philippine<br \/>\nNational Police\u00ab, wie er stets stolz betonte. Und immer<br \/>\nschwang dabei dieser ironische Unterton mit, der auf Jolo so<br \/>\nverbreitet ist. Denn nur mit Ironie, so scheint es, lassen sich die<br \/>\nallgegenw\u00e4rtige Tristesse und Gewalt vergessen, der die knapp<br \/>\n500000 Einwohner der Insel ausgeliefert sind.&nbsp;<\/p>\n<h3>Tragischer Verlust<\/h3>\n<p>Unverge\u00dflich die Szene, als Malik einmal nach einer<br \/>\nv\u00f6llig schwei\u00dftreibenden Tages\u00adtour zu verschiedenen<br \/>\nGespr\u00e4chspartnern ein frisches T-Shirt aus dem Wagen holte, es<br \/>\nsich \u00fcberstreifte und breit grinsend, als schwenkte er<br \/>\nlausb\u00fcbisch eine kleine Troph\u00e4e, auf die Hemdaufschrift<br \/>\nzeigte: \u00bbFeel safe tonight, sleep with a cop\u00ab<br \/>\n(\u00bbF\u00fchl\u2019 dich sicher heute Nacht, schlaf\u2019 mit<br \/>\n\u2019nem Polizisten\u00ab) \u2013 war darauf gedruckt. Dann<br \/>\nf\u00fcllte er einen Plastikteller mit Reis, Gem\u00fcse,<br \/>\nFischb\u00e4llchen oder Seetang, sprenkelte Sojasauce dar\u00fcber,<br \/>\num sich, etwas abseits kauernd, zum Abendessen<br \/>\nzur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Anfang Februar kam die traurige Nachricht. Verwandte erhielten die<br \/>\nMitteilung, da\u00df Malik erschossen wurde. Er sei, wie es<br \/>\nspr\u00f6de in dem Brief hie\u00df, aus kurzer Entfernung durch<br \/>\neinen Kopfschu\u00df niedergestreckt worden. Offensichtlich<br \/>\nabgefeuert von einem Kollegen, dessen krummen Machenschaften Malik<br \/>\nauf die Spur gekommen war. Der wollte verhindern, da\u00df sie<br \/>\npublik werden. Es ging um Drogengesch\u00e4fte\u2013 genauer um<br \/>\nden Handel mit Methamphetamin, vor Ort besser unter dem Namen Shabu<br \/>\nbekannt. Das kristalline, geruchlose und bittere Pulver ist<br \/>\nvergleichsweise leicht herzustellen, billig und \u00fcberall<br \/>\nerh\u00e4ltlich\u2013 auch auf Jolo. Geschnieft, geraucht oder<br \/>\ngespritzt, Shabu ist klassen\u00fcbergreifend beliebt;<br \/>\nTagel\u00f6hner ziehen sich das Zeug ebenso rein wie die, die<br \/>\nmeinen, zur Schickeria zu geh\u00f6ren.<\/p>\n<h3>Dubiose Gesch\u00e4fte<\/h3>\n<p>Jolo ist der mit Abstand unsicherste Teil des Inselstaates. Wer<br \/>\nhier den Shabu-Handel kontrolliert oder seine Finger im Waffen- und<br \/>\nBartergesch\u00e4ft mit Waren aus den angrenzenden<br \/>\nNachbarl\u00e4ndern Malaysia und Indonesien hat, z\u00e4hlt zu den<br \/>\nBig Shots im Sulu-Archipel.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren lassen sich auch mit Geiselnahmen lukrative<br \/>\nGesch\u00e4fte machen, die Entf\u00fchrungsbranche boomt. Meist<br \/>\nsind die Opfer reiche Gesch\u00e4ftsleute chinesischer Abstammung.<br \/>\nAber auch Touristen lohnen sich.<\/p>\n<p>So sorgte Jolo vor elf Jahren auch international f\u00fcr Furore.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 2000 hatten Mitglieder der im Sulu-Archipel<br \/>\noperierenden Abu Sayyaf-Gruppe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion<br \/>\nmehrere ausl\u00e4ndische Touristen, darunter auch die aus<br \/>\nG\u00f6ttingen stammende Familie Wallert, von der ostmalaysischen<br \/>\nFerieninsel Sipadan entf\u00fchrt. Sie wurden mit Schnellbooten<br \/>\nnach Jolo geschippert und dort \u00fcber vier Monate lang<br \/>\ngefangengehalten. Erst nach z\u00e4hen Verhandlungen \u2013<br \/>\nma\u00dfgeblich unter Beteiligung des fr\u00fcheren, mit den<br \/>\nLokalverh\u00e4ltnissen bestens vertrauten libyschen Botschafters<br \/>\nin Manila \u2013 kamen die Geiseln nach hohen<br \/>\nL\u00f6segeldzahlungen auf freien Fu\u00df.<\/p>\n<p>Einen enormen Prestigegewinn aus der Aktion zog \u00fcbrigens<br \/>\nMuammar al-Ghaddafi. Die Freigelassenen traten ihre langersehnte<br \/>\nHeimreise in W\u00fcrdigung der Vermittlerrolle Libyens allesamt<br \/>\n\u00fcber die Zwischenstation Tripolis an. Dort lie\u00df es sich<br \/>\nder libysche Staatschef nicht nehmen, sich mit ihnen f\u00fcr<br \/>\neigens angereiste internationale Medienvertreter in Szene zu<br \/>\nsetzen.<\/p>\n<p>Doch Ghaddafi ist nicht der einzige, der wei\u00df, aus solchen<br \/>\nSituationen Kapital zu schlagen. Auch vor Ort konnten sich<br \/>\nzwielichtige Politiker als Vermittler br\u00fcsten. Einer von ihnen<br \/>\nist der 61j\u00e4hrige Gouverneur der Provinz Sulu, Abdusakur M.<br \/>\nTan, oder der \u00bbKleine C\u00e4sar\u00ab, wie er hinter<br \/>\nvorgehaltener Hand genannt wird. \u00d6ffentlich gef\u00e4llt er<br \/>\nsich am liebsten in der Pose eines \u00bbenergischen<br \/>\nMachers\u00ab, der zudem, wie er selber gern betont, \u00bbunter<br \/>\neinem gl\u00fccklichen Stern geboren wurde\u00ab.<\/p>\n<p>Auf dem H\u00f6hepunkt der Geiselnahme im Sommer 2000 war Tans<br \/>\nResidenz eine Art \u00bbClearingstelle\u00ab. Zahlreiche<br \/>\nVerhandlungen wurden dort gef\u00fchrt. Und jede freigelassene<br \/>\nGeisel mu\u00dfte zuerst ihm die Aufwartung machen, bevor sie aus<br \/>\nJolo ausgeflogen wurde. Auch flo\u00df reichlich Geld, von dem<br \/>\n\u00bbKlein C\u00e4sar\u00ab genauso profitierte wie seine<br \/>\nGefolgsleute.<\/p>\n<p>Zumindest an den Urnen wurde es ihm gedankt. Keinem anderen<br \/>\nRegionalpolitiker ist es jemals gelungen, zweimal diesen Posten zu<br \/>\nbekleiden. Seine erste Amtszeit als Gouverneur w\u00e4hrte von 1996<br \/>\nbis 2001, und bei den Wahlen Mitte Mai 2007 machte er erneut das<br \/>\nRennen.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Coup jedoch gl\u00fcckte dem \u00bbKleinen<br \/>\nC\u00e4sar\u00ab, als er j\u00fcngst dem in Manila ans\u00e4ssigen<br \/>\nUS-Botschafter, Harry K. Thomas Jr., einen Empfang bereitete.<br \/>\nDessen erste Stippvisite auf Jolo stand ganz im Zeichen<br \/>\nfortgesetzter enger Kooperation. Wichtiger Begleiter in der<br \/>\nEntourage von Mr. Thomas war mit Generalleutnant Raymundo Ferrer<br \/>\nein in psychologischer Kriegf\u00fchrung geschulter Eliteoffizier,<br \/>\nder seit November 2010 neuer Befehlshaber des in Zamboanga City<br \/>\ngelegenen Western Mindanao Command (WestMinCom) ist. Das WestMinCom<br \/>\nist verantwortlich f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des<br \/>\n\u00bbmuslimischen Terrors\u00ab im S\u00fcden des Landes. Auf<br \/>\ndessen Gel\u00e4nde befindet sich ein hermetisch abgeriegeltes<br \/>\nUS-Kontingent.<\/p>\n<p>Und neben den Inseln Mindanao und Basilan sind auch auf Jolo GIs<br \/>\nstationiert, die als Eliteeinheiten im Rahmen der Special<br \/>\nOperations Task Force-Philippines (JSOTF-P) eingesetzt werden. Sie<br \/>\nunterweisen ihre philippinischen Kameraden in Strategie und Taktik<br \/>\nder \u00bbAufstandsbek\u00e4mpfung\u00ab und beteiligen sich<br \/>\nsporadisch an Kampfeins\u00e4tzen gegen die Abu Sayyaf, was<br \/>\nallerdings in Manila und Washington stets vehement dementiert wird.<br \/>\nGleichzeitig bet\u00e4tigen sie sich als<br \/>\n\u00bbEntwicklungshelfer\u00ab; sie k\u00fcmmern sich um die<br \/>\nmedizinische Versorgung sowie den Bau von Brunnen, Stra\u00dfen<br \/>\nund andere Infrastrukturprojekte. All das verbucht der Gouverneur<br \/>\nallerdings auf sein Konto. Kurzum: Wer Tan zum Feind hat, mu\u00df<br \/>\nsich und seine Freunde rund um die Uhr sch\u00fctzen oder rasch in<br \/>\nDeckung gehen beziehungsweise untertauchen.<\/p>\n<h3>Stimme aus dem Untergrund<\/h3>\n<p>So wie Temogen Tulawie, von Freunden und Bekannten kurz<br \/>\n\u00bbCocoy\u00ab genannt, im vergangenen Sommer.<br \/>\n\u00bbCocoy\u00ab geh\u00f6rt zu einer seltenen Spezies auf Jolo:<br \/>\nWiewohl er gleichsam einem einflu\u00dfreichen Clan entstammt,<br \/>\nz\u00e4hlt er zu den r\u00fchrigsten Menschenrechtsaktivisten auf<br \/>\nder Insel. Mehrfach hatte er das selbstherrliche Gebaren von<br \/>\nGouverneur Tan kritisiert und vor allem dessen Praxis, nach<br \/>\nGutd\u00fcnken den Ausnahmezustand \u00fcber die Insel zu<br \/>\nverh\u00e4ngen, \u00f6ffentlich angeprangert.<\/p>\n<p>Und der revanchierte sich postwendend. Auf Betreiben der Tan<br \/>\nebenfalls h\u00f6rigen Gerichte erwirkte dieser eine saftige<br \/>\nAnklage gegen Tulawie. Ihm wird neben unerlaubtem Waffenbesitz zur<br \/>\nLast gelegt, zwei Attentatsversuche auf den Gouverneur und seine<br \/>\nGefolgschaft vor dem Provinzhauptquartier in Jolo sowie auf dem<br \/>\nFlughafen von Zamboanga City auf der vorgelagerten Insel Mindanao<br \/>\nver\u00fcbt zu haben.<\/p>\n<p>\u00bbCocoy\u00ab erfuhr von den Anschuldigungen durch ein<br \/>\nTelefonat mit seiner Frau. Er selber befand sich zu der Zeit gerade<br \/>\nauf der Insel Mindanao, wo Kollegen ihm dringlich rieten, lieber<br \/>\nunterzutauchen, als sich den Beh\u00f6rden in Jolo City zu stellen.<br \/>\nBis heute lebt er im Untergrund, gesch\u00fctzt von Bekannten und<br \/>\nFreunden und unterst\u00fctzt von Menschen- und<br \/>\nB\u00fcrgerrechtsorganisationen. \u00dcber diese Kan\u00e4le<br \/>\nh\u00e4lt er Kontakt zur Au\u00dfenwelt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Menschenrechtsaktivisten steht au\u00dfer Frage,<br \/>\nda\u00df Gouverneur Tan ihn zum Schweigen bringen will: \u00bbAuf<br \/>\nden Philippinen, von Sulu ganz zu schweigen\u00ab, erkl\u00e4rt<br \/>\n\u00bbCocoy\u00ab verbittert per Handy, \u00bbdient das Gesetz<br \/>\nnicht dem Volk, f\u00fcr das es geschaffen wurde. Die<br \/>\nUnschuldsvermutung ist hier au\u00dfer Kraft gesetzt.\u00ab Statt<br \/>\ndessen g\u00e4lte man als schuldig, solange man nicht selber das<br \/>\nGegenteil beweisen kann. \u00bbDann sperrt man dich weg, bis du<br \/>\ng\u00e4nzlich in Vergessenheit ger\u00e4tst.\u00ab Das<br \/>\nerkl\u00e4re, so \u00bbCocoy\u00ab, warum auf Jolo staatliche<br \/>\nSicherheitskr\u00e4fte ungestraft Leute w\u00e4hrend islamischer<br \/>\nFeste wie dem Eid-al-Fitr oder Weihnachten bombardieren, Massaker<br \/>\nan der Zivilbev\u00f6lkerung begehen, Vergewaltigungen ignorieren<br \/>\noder Drogenh\u00e4ndlern sichere Nischen bieten k\u00f6nnen. Wenn<br \/>\nimmer M\u00fctter, Frauen und T\u00f6chter in sein B\u00fcro<br \/>\ngekommen seien und dagegen protestieren, da\u00df ihre V\u00e4ter,<br \/>\nM\u00e4nner, S\u00f6hne und Br\u00fcder am hellichten Tag<br \/>\naufgegriffen und als \u00bbGesetzlose\u00ab eingesperrt wurden,<br \/>\nsei der Gouverneur aufgetaucht und habe mit herzloser Miene gesagt,<br \/>\nman k\u00f6nne halt nichts tun, wenn die Leute arm sind und sich<br \/>\nkeinen Anwalt leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00bbWelche Mi\u00dft\u00e4nde auch bestehen und welche<br \/>\nSchandtaten immer begangen werden\u00ab, so \u00bbCocoy\u00ab<br \/>\nmit resignativem Unterton, \u00bbHerr Tan mahnt, um Himmels willen<br \/>\nkeine Kritik zu \u00fcben, da Jolo ohnehin schon keinen guten Ruf<br \/>\ngenie\u00dfe.\u00ab<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Grund, weshalb \u00bbCocoy\u00ab vorerst nicht<br \/>\nnach Jolo zur\u00fcckkehren kann, erkl\u00e4rt er, sei die Gefahr<br \/>\neines Rido, einer bewaffneten Clanauseinandersetzung. Das<br \/>\nm\u00f6chte er unter allen Umst\u00e4nden vermeiden,<br \/>\nschlie\u00dflich sei er mit mehreren Mitgliedern der Familie Tan<br \/>\nbefreundet.<\/p>\n<h3>Treibhaus der Gewalt<\/h3>\n<p>Mansur, mein Begleiter, kennt nicht nur \u00bbCocoy\u00ab seit<br \/>\nlangem. Er selber arbeitete Jahre f\u00fcr verschiedene NGOs in<br \/>\nDavao und Cotabato City auf Mindanao. Heute ber\u00e4t er NGOs in<br \/>\nder Hafenstadt Zamboanga und pendelt regelm\u00e4\u00dfig zwischen<br \/>\ndort und Jolo. F\u00fcr ihn ist die Insel die am meisten<br \/>\nentwicklungsresistente Region des Landes. \u00bbDer Grund<br \/>\nist\u00ab, sagt Mansur, \u00bbda\u00df hier das Epizentrum des<br \/>\nheftigen B\u00fcrgerkriegs lag, der Anfang der 1970er Jahre im<br \/>\nS\u00fcden tobte.\u00ab Zu der Zeit n\u00e4mlich war Jolo das<br \/>\nHauptoperationsgebiet der muslimischen Widerstandsgruppen, die<br \/>\nurspr\u00fcnglich den Kampf f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen<br \/>\nmuslimischen Staat im S\u00fcden der Philippinen auf ihre Fahnen<br \/>\ngeschrieben hatte. Jolo City wurde Anfang 1974 nahezu<br \/>\nvollst\u00e4ndig in Schutt und Asche gelegt, tagelang beschossen<br \/>\nvon Kriegsschiffen und aus der Luft. Menschen flohen scharenweise<br \/>\nins benachbarte Malaysia, Familien wurden auseinandergerissen,<br \/>\nget\u00f6tet oder vertrieben.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist Jolo zusammen mit Mindanao die landesweit<br \/>\nh\u00f6chstmilitarisierte Region. Regierungspr\u00e4senz zeigt sich<br \/>\nhier in erster Linie in Gestalt von Milit\u00e4r- und<br \/>\nPolizeieinheiten. Bildung und Ausbildung, medizinische<br \/>\nF\u00fcrsorge, Jobs und eine gesicherte Zukunft \u2013 das kann<br \/>\nsich nur leisten, wer \u00fcber Geld und Zugang zu den<br \/>\nPolitgr\u00f6\u00dfen verf\u00fcgt. \u00bbHier z\u00e4hlt\u00ab,<br \/>\nerkl\u00e4rt Mansur, \u00bbeinzig und allein<br \/>\n\u203amalakas\u2039, das Prinzip des Starken und der<br \/>\nSt\u00e4rke. Jeder Warlord, der N\u00e4he zu einflu\u00dfreichen<br \/>\nParteien im fernen Manila signalisiert, gar auf deren Plattform als<br \/>\nKandidat antritt, kann schalten und walten, wie er will.\u00ab<br \/>\n\u00bbEs mangelt nicht an Menschen, NGOs und Initiativen, die sich<br \/>\nf\u00fcr Frieden einsetzen\u00ab, so Manur, \u00bbwas wir<br \/>\nbrauchen, ist ein bereits in den Grundschulen fest verankerter<br \/>\nLehrplan, der Menschen von Kindesbeinen an in einer Kultur des<br \/>\nFriedens und des respektvollen Umgangs miteinander aufwachsen<br \/>\nl\u00e4\u00dft.\u00ab Friedensverhandlungen zwischen Regierung<br \/>\nund Rebellenorganisationen sind daf\u00fcr eine notwendige,<br \/>\nkeineswegs aber hinreichende Bedingung.<\/p>\n<\/div>\n<p>Den Artikel finden Sie unter: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-16\/004.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-16\/004.php<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(c) Junge Welt 2011<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Insel Jolo ist der mit Abstand unsicherste Teil der Philippinen. Das Gesch\u00e4ft mit Entf\u00fchrungen und Drogenhandel boomt. 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