Dienstmädchen- Sklavinnen im Haushalt

Ein interessantes Video ist auf der Webseite des Philippinenmagazins über Arbeitsmigrantinnen zu finden. Hierzu einige Fakten: 11 mio. Menschen aus den Philippinen arbeiten im Ausland, die meisten davon sind Frauen, die als Dienstmädchen arbeiten. Nach Schulungen, in denen sie lernen, sich bedingungslos unterzuordnen und Auswahlgesprächen, nach denen nur Bewerberinnen eingestellt werden, die bereit sind, auf alle ihre Rechte zu verzichten, werden die Frauen zumeist in Haushalte im Nahen Osten oder nach China vermittelt.

Die Hausangestellten wohnen bei ihren Arbeitgebern und haben oft kein eigenes Zimmer. Bei einer 7-Tage-Woche arbeiten sie oft 17 Stunden am Tag. Jede 2. Hausangestellte wird verbal gedemütigt, jede 6. körperlich misshandelt und 6 % werden Opfer sexueller Gewalt. Die Frauen haben oft Schulden bei den Vermittlungsagenturen, die ihre Reise vorfinanzieren und können deshalb nicht flüchten. Im Libanon haben Arbeitgeber zudem aufgrund der Gesetzeslage das Recht, den Angestellten vorab die Papiere abzunehmen.

Wo gibt es Hilfe?

In Hongkong gibt es seit 30 Jahren eine Aufnahmestelle für geflüchtete Dienstmädchen, wo die Frauen sich aussprechen können und rechtliche Beratung erhalten.

Erstmals haben am 1. Mai dieses Jahres 5000 Dienstmädchen in Hongkong demonstriert.

In Manila klärt die Organisation „Migrante International“ ArbeitsmigrantInnen über ihre Rechte auf und versucht zudem, das Geschäft mit Arbeitskräften im Ausland einzudämmen.

Außerdem wird im Video ein Musikproduzent aus den USA vorgestellt, der sich für misshandelte Arbeitsmigrantinnen einsetzt, indem er eine Facebookseite und ein Netzwerk für Betroffene eingerichtet hat und über soziale Netzwerke Kontakt zu den Botschaften der Heimatländer der Betroffenen herstellt.

On The Duterte Regime And The 50th Anniversary Of The Founding Of The CPP: An Interview With Jose Maria Sison

http://www.redspark.nu/en/peoples-war/philippines/on-the-duterte-regime-and-the-50th-anniversary-of-the-founding-of-the-cpp-an-interview-with-jose-maria-sison/

Interview with Jose Maria Sison
Founding Chairman, Communist Party of the Philippines
By Dr. Rainer Werning for Neues Deutschland
December 27, 2017

1) President Duterte initially seemed very enthusiastic to strike a deal with the NDFP/CPP/NPA. Since the end of 2017, he has changed his policy and is calling all these organizations “terroristic”. What’s behind such a drastic change? Is he physically and mentally fit to lead the country?

JMS: Duterte is a political swindler. He called himself a Leftist and socialist. But even when he was still the mayor of Davao City, he was already engaged in double-dealing by pretending to be cooperative with the revolutionary movement but actually serving the mining, logging and plantation interests and his own bureaucrat capitalist interests; and providing information to the reactionary intelligence agencies against the revolutionary movement.

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E-Mail von Lea, zur Zeit aktiv bei einer Menschenrechtsorganisation in den Philippinen

Liebe Stefanie,

danke für dein Interesse und deine Nachricht. Es ist wahr, dass sich die Lage für Menschenrechtsverteidiger*innen auf den Philippinen unter Duterte verschlechtert. Viele von ihnen werden bedroht, diffamiert, sind fabrizierten Anklagen ausgesetzt oder werden auf offener Straße erschossen, ohne dass es dafür in den Augen der Polizei Täter*innen gibt. Auch für ausländische Aktivist*innen nehmen die Drohungen des Präsidenten in seinen öffentlichen Reden zu. Außerdem wurde an Sister Fox, die vor einigen Tagen ausgewiesen wurde, ein Exempel statuiert, dass Ausländer*innen sich aus den Angelegenheiten der Philippinen raushalten sollen. Trotzdem sind wir als weiße Personen noch um einiges sicherer als Filipin@s, uns droht zumindest nicht der Tod. In letzter Zeit wurden einige Menschen, die eng mit unseren Partner*innen zusammengearbeitet haben bedroht, oder sogar erschossen. Das ist sehr besorgniserregend und manchmal schwer zu verdauen, aber ich freue mich sehr, dass z.B. die DPF die Vorkommnisse auf den Philippinen mitverfolgen und Anteil nehmen. Unsere Partner*innen betonen immer wieder die Wichtigkeit eines internationalen Interesses an ihrer Situation. Ich hoffe, das meine Arbeit hier und mein Blog dazu beitragen können und dass jene, die schon gestorben sind, nicht vergessen werden.
Für weitere Informationen oder Anregungen für meinen nächsten Artikel kannst du gern jederzeit über diese E-mailadresse auf mich zu kommen. Ich danke dir sehr für deine Unterstützung und melde mich im nächsten Update an den Unterstützer*innenkreis wieder.

Herzliche Grüße von den Philippinen,

Lea