Vorabnotiz von Rainer Werning zu diesem deutsch-englischen Beitrag:

Epifanio San Juan, Jr. oder E. San Juan, Jr. ist einer der herausragendsten und vielseitigsten philippinisch-US-amerikanischen Intellektuellen, dessen Arbeiten ein breites Spektrum von Bereichen und Disziplinen, von Kulturstudien, vergleichender Literaturwissenschaft, ethnischen und rassischen Studien, postkolonialer Theorie, Semiotik bis hin zu philosophischen Untersuchungen des historischen Materialismus umfasst. Gleichzeitig versteht er sich als Sozialaktivist, dessen Politisierung in den Studentenbewegungen in den Philippinen und in den USA in den 1950er und 1960er Jahren erfolgte.

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Zwei Tage vor Beginn der Öffnung philippinischer Schulen für den Präsenzunterricht standen Eltern in langen Warteschlangen vor dem Amt für „Soziales, Wohlfahrt und Entwicklung“.

Einige hatten schon die Nacht dort verbracht, um pünktlich zur Öffnung des Amtes dranzukommen. Andere mussten nach langem Warten wieder umkehren, weil ihnen Dokumente fehlten.

Der Ansturm zeigte, wie stark sich die ökonomische Situation vieler philippinischer Familien, insbesondere durch Preissteigerungen in der letzten Zeit, verschlechtert hatte.

Fortschrittliche Gruppen wie die Parteiliste Kabataan, Kadamay und Gabriela kritisieren neben der schlechten Organisation der Auszahlung der Gelder die viel zu niedrig angesetzte Einkommensgrenze, ab der eine Familie Beihilfen erhält und die geringe Summe der Beihilfe. Beides gehe völlig an der Realität vorbei.

Die „Friends of the Filipino People in Struggle“ (FFPS) rufen zu weltweit koordinierten Aktivitäten gegen verstärkte Waffenverkäufe und Militärhilfe an die philippinische Regierung. Korrespondenz aus Düsseldorf:

https://www.rf-news.de/2022/kw34/mit-der-neuen-indo-pazifik-strategie-der-nato-entbrennt-ein-neuer-herd-der-kriegsgefahr

Nach mehr als zweijähriger Schließung wegen der Corona-Pandemie öffnen die meisten Schulen wieder für Präsenzunterricht. Viele Kinder müssen eine Menge aufholen. Schon vor der Pandemie konnten neun von zehn Kindern in den Philippinen mit zehn Jahren keinen einfachen Text lesen und verstehen. Die Corona-Pandemie hat die Armut vieler Familien noch verschlimmert. Viele Eltern wissen nicht, wie sie den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen können. Die Regierung kündigt daher geringfügige finanzielle Hilfen an.