Solidaritätsgrüße der politischen Gefangenen in den Philippinen

“An Stefan Engel – Leiter des Revolutionären Weg der MLPD; Gabi Fechtner – Vorsitzende der MLPD; Monika Gaertner-Engel – Hauptkoordinatorin der ICOR

Oktober 2019

Herzliche revolutionäre Grüße!

Solidarisch schicken wir Euch unsere herzliche Sympathie und Unterstützung in Eurem Kampf gegen die schwerwiegende Bedrohung und sogar tatsächliche faschistische Angriffe, einschließlich der schwerwiegenden Bedrohung mit Mord oder Ermordung durch offene faschistische Kräfte in Deutschland. Wir sind sicher, dass diese Kräfte mit ihren imperialistischen Herren, Lakaien und Agenten zusammenarbeiten.

Wir unterstützen hier auch uneingeschränkt die Vereinbarung von ICOR und ILPS, gemeinsam eine Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg aufzubauen, in der die MLPD sicherlich eine wichtige Rolle schultern wird.

Nieder mit dem Imperialismus! Arbeiter und Völker aller Länder, vereinigt Euch!

Politische Gefangene in den Philippinen”

Monika Gärtner-Engel antwortete den Genossen:  “Liebe Genossen, vielen Dank für Euren sehr herzlichen Brief der Solidarität. Es ist sehr bedeutend, dass wir Revolutionäre auf der Welt uns gegenseitig unterstützen, unsere Arbeit koordinieren, von einander Lernen und ein unverbrüchliches Band herstellen. … An Euch politischen Gefangenen in den Philippinen unsere kämpferischen Grüße im Namen des Zentralkomitees der MLPD!”

 

Bild : Im April 2019 wurde Renante Gamara, ein Friedensberater der Nationaldemokratischen Front der Philippinen, erneut festgenommen. Er ist ein bekannter Arbeiteraktivist und Gewerkschafter. 2017 besuchte er nach seiner Freilassung das Pfingstjugendtreffen in Gelsenkirchen.

Bild 1: Renante Gamara links neben Stefan Engel, Leiter der Redaktion Revolutionärer Weg

Bild 2: Renante Gamara während eines Interviews.

ReleaseNegros57: Massive Verhaftungswelle demokratischer Aktivisten in den Philippinen

Am 31.Oktober 2019 gegen 17 Uhr wurden 55 Personen, darunter im Bergbau Beschäftigte, während einer Razzia der fortschrittlichen Organisationen Gabriela, Bayan Muna, dem Gewerkschaftsdachverband KMU und der Nationalen Vereinigung von ZuckerrohrarbeiterInnen (NFSW) in Bacolod City in Negros Occidental in den Philippinen von Polizei und Militär festgenommen.

Die Razzien und Festnahmen beruhen auf unvollständigen Durchsuchungsbefehlen. Sie wurden angeordnet nach Exekutiv Order Nr. 70 und Memorandum Order Nr.32 von einer polizeilichen Einsatzgruppe, deren Aufgabe darin besteht, den lokalen, angeblich bewaffneten kommunistischen Konflikt zu beenden.

Polizei und Militär behaupten, die festgenommenen Personen hätten ein Kampftraining durchgeführt und sie hätten Schusswaffen und Granaten in den durchsuchten Räumen gefunden. In den sozialen Netzwerken belegen Videos, wie Polizei und Militär die Waffen heimlich in den durchsuchten Büros installiert hat.

Die Menschenrechtsorganisation Karapatan ruft in einem Eilappell dazu auf gegen dieses Vorgehen zu protestieren. Sie vergleichen die Methoden mit dem Vorgehen der Gestapo im Hitlerfaschismus. Die Durchsuchungen und die Installation von Waffen als Rechtfertigung für Festnahmen sind gebräuchliche Verfahren der Regierung, um die politische Repression aufrecht zu erhalten. Karapatan fordert, die Mitglieder der progressiven, demokratischen Organisationen, die allesamt unbewaffnete ZivilistInnen sind, umgehend freizulassen.

Die Deutsch-Philippinische Freunde e.V. und die Montagsdemo Düsseldorf protestierten heute gegen diese massive Unterdrückung durch die Duterte-Regierung. Inzwischen starben unter der Präsidentschaft Rodrigo Dutertes über 28.000 Menschen – unter dem Mantel des Kampfs gegen Drogen. Dieser Terror traf bereits viele aktive Kämpfer für Freiheit, Frauenrechte, aktive Landarbeiter, Bauern und Arbeiter. Die deutsche Bundesregierung hat sich bislang nicht gegen diese Unterdrückung und massenhaften Tötungen nicht erklärt hat.

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TAO PO – Europa-Tournee endete in Berlin: „Direkt tief ins Herz!”

Foto von https://www.newmandala.org/deadly-answers-a-review-of-tao-po/

“Heart Breaking” – so fasste eine Zuschauerin ihre Reaktion auf das Theaterstück „Tao Po” zusammen. Die philippinische Schauspielerin, die unter dem Namen Juana Change in dem südostasiatischen Land geliebt ist, beeindruckte rund 100 Besucherinnen und Besucher in Berlin. Sie ruft in dem Monolog auf, für die Menschenrechte aufzustehen. In 4 verschiedenen Rollen prangert sie die faschistischen Methoden des Duterte-Regimes an, das unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung jedem das Recht gibt, einen anderen zu ermorden. Opfer sind nicht nur kleine Drogendealer, sondern auch fortschrittliche Menschen und Revolutionäre, während die mit dem Staat verbundene Drogen-Mafia ungeschoren bleibt. Allein 27 000 staatlich geschützte Morde sind bekannt geworden- mehr als zur Zeit der Marcos-Diktatur.  Duterte, der durch pseudolinke Versprechungen zum Präsidenten gewählt wurde, offenbarte nach der Wahl, er werde private Todesschwadronen organisieren, um die Kommunisten der CPP im Land auszurotten. Übrigens werden diese auch Deutschland als Terroristen diffamiert und verfolgt, in trauter Zusammenarbeit mit Duterte.

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