Die Herbstblätter fallen – Gedicht von Pfarrer Antonio Nercua Ablon

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich daran, wie viele Tage ich schon hier bin

Wie lange es schon her ist, dass ich mein Zuhause verlassen habe

Jeden Tag fühle ich mich einsam

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an die Personen, die ich zurückgelassen habe

An Menschen, die ich geliebt habe

Jede von ihnen habe ich geliebt

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an die Menschen, denen ich dort diene

Von jedem von ihnen diene ich

Jedem Volk diene ich

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an jeden Kampf, den wir gewonnen haben

Von jedem Kampf sind wir nach Hause zurückgekehrt

Jeden Kampf haben wir mitgemacht

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an die Opfer des Drogenkrieges

An jede Mutter, die aus der Ferne weint

An jede Mutter, die betet, um den langen Krieg zu beenden

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an die gefallenen Kameraden

An jedes kostbare Leben, das seitdem dem Volk dient

An jedes kostbare Leben, das die ganze Zeit für die Menschen gemartert wurde

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an jeden neuen Tag

An den Kampf, der jeden Tag weiter geht

An Frieden, der lange anhält, auf der Grundlage von Gerechtigkeit

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

 

Der richtige Pfarrer Antonio Nercua Ablon, IFI

Für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Häftlinge in den Philippinen

Am 6. Dezember 2019 erhielten die Deutsch-Philippinischen Freunde e.V. eine aktuelle und ausführliche Information der philippinischen Menschenrechtsorganisation Karapatan zu den politischen Gefangenen in den Philippinen. Mit Stand vom November 2019 gibt es im ganzen Land insgesamt 629 politische Häftlinge. Mehr als die Hälfte, nämlich 382 wurden in der Regierungszeit von Duterte inhaftiert. 50 Häftlinge sind schon älter, 93 weiblich, 113 krank, 5 minderjährig und 11 sind Friedensberater der Nationaldemokratischen Front der Philippinen (NDFP). Wir erinnern uns an dieser Stelle an das vollmundige Versprechen zu Beginn der Amtszeit von Duterte, dass er alle politischen Häftlinge freilassen will. Tatsächlich freigelassen wurden im August 2016 18 Friedensberater der NDFP. Nach dem Abbruch der Friedensverhandlungen ordnete er deren Wiederinhaftierung an. Da sich die meisten in Sicherheit gebracht hatten, konnte er dies jedoch weitgehend nicht umsetzen.

Am 6. Dezember 2019 demonstrierten Menschenrechtsgruppen von Karapatan und Kapatid zusammen mit anderen Volksorganisationen durch Manila und forderten die Freilassung aller politischen Gefangenen. Der stellvertretende Generalsekretär von Karapatan, Roneo Clamor, prangerte u.a. den doppelten Standard im Justizsystem an. Während politische Häftlinge in überfüllten Gefängnissen massiv leiden, können sich solche wie Imelda Marcos, die Frau des früheren faschistischen Diktators trotz ihrer Verurteilung frei bewegen, zusammen mit bestechlichen Funktionären des Wohlfahrtsbüros und der Auditkommission, die nun durch den Ombudsmann von Bestechungsvorwürfen freigesprochen worden sind. Andere korrupte, aber reiche Individuen wie der Bürgermeister von Caluan, Antonio Sanchez, fanden Schlupflöcher, um sich der Justiz zu entziehen.

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DPF-Mitglieder nahmen teil an Solidaritätsaktion in München

Mitglieder des DPF aus Düsseldorf und Heidelberg nahmen am 2. Dezember  teil an der Abschlusskundgebung und Demonstration „Freiheit für Muslim Elma“ in München.

Müslüm Elma ist der letzte im Gefängnis in München einsitzende Angeklagte im sog. TKP/ML-Prozess. Er befindet sich seit vier Jahren und sechs Monaten in Untersuchungshaft. Im Rahmen einer koordinierten Polizeiaktion wurden er und neun weitere Menschen am 15. April 2015 in Deutschland, Griechenland, der Schweiz und Frankreich  festgenommen. Mit internationalen Solidaritätsaktionen wurde inzwischen die Freilassung von neun Menschen erreicht. Müslüm ist der Einzige, der sich noch in Untersuchungshaft befindet. Alle zehn sind aber weiterhin angeklagt, nach dem berüchtigten Paragraphen 129a und b des deutschen Strafgesetzbuches (sog. Antiterrorismusparagraphen). Zur Last gelegt wird ihnen die Mitgliedschaft bzw. Rädelsführerschaft in der TKP/ML (Kommunistische Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch). Diese Organisation ist nur in der Türkei verboten. Den Angeklagten werden weder Gewalttaten noch andere strafbare Handlungen vorgeworfen. Bestraft werden soll letztendlich ihre kommunistische Gesinnung. Von daher hat dieser Prozess grundsätzliche Bedeutung. Und er  erinnert uns sehr daran wie mit den politischen Gefangenen in den Philippinen umgegangen wird, bei denen es auch vor allem um ihre politische Gesinnung geht. Dort werden allerdings auch gefälschte Beweismittel wie angeblich gefundene Waffen eingesetzt, die ihnen untergeschoben werden. Im nachhinein betrachtet wäre es gut gewesen wir hätten diese Erfahrungen mit einem Redebeitrag auf der Kundgebung zur Verfügung gestellt.

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International Human Rights Day 2019: Oppose the Scheme to Transfer Bicutan Political Prisoners to Local Jails!

Dear Dagmar and the GFF Board members,
Warmest solidarity greetings from KAPATIRAN.
We are forwarding the Bicutan-PPs Statement dated 21 Nov 2019, the letter of invite for Dec 10, 2019 HR Day and a social media card Defend Together. Kindly forward to as many friends and supporters.
Many of you have known some of the political prisoners and met them in various occasions during your visit here and when some of them visited Europe.  The situation of the political prisoners is known to you and its one of the reason you send some financial help to them and their families.
The local jails who some of you have visited are really in very bad situation – its cramp, prisoners who committed different crimes (including criminals)  are all mixed in one ward, to say the least.
The reason given that the claims that the detention of the political prisoners in Bicutan causes undue expenses to the limited resources of the government and it could also increase the risk of possible rescue attempts during transport is nonsense.
They want to throw the political prisoners to the congested local jails, restrict access to the political prisoners – visits of relatives, friends and lawyers, medical help, legal services, etc.
Please distribute the statement of the Political Prisoners and request your friends, co-workers, churches, lawyers, etc to write letters of support and solidarity to the Political prisoners, mostly suffering from various sickness, some are quite serious.  Financial support for the medical expenses of the Political Prisoners are most welcome.
Please accept our sincerest  thanks to you and all those who support and are in solidarity with the Filipino Political Prisoners.
On behalf of Kapatiran (Filipino=German Friends)
Norma G. Biñas
Secretary General
KAPATIRAN

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Neues Deutschland – Rainer Werning – Eiskalt geplanter Mord

Am Samstag jährt sich zum zehnten Mal ein Massaker in den Philippinen. Am 23. November 2009 wurden in der südphilippinischen Provinz Maguindanao 58 Menschen, darunter 32 Medienvertreter, ermordet. Bis heute bleibt dieses Verbrechen ungesühnt.
Von Rainer Werning
Der 23. November 2009 ging in die Annalen der Philippinen als Schwarzer Montag ein. An jenem Tag hatte sich in der südphilippinischen Provinz Maguindanao ein Konvoi von Anhängern des Regionalpolitikers Esmael Mangudadatu auf den Weg in die Provinzhauptstadt Shariff Aguak gemacht. Dort wollten sie fristgerecht die erforderlichen Unterlagen für Esmaels Kandidatur als Gouverneur bei den Wahlen im Mai 2010 einreichen.
Weil dieser Spross des Mangudadatu-Clans wusste, dass Shariff Aguak samt Umgebung seit knapp einem Jahrzehnt vom rivalisierenden Clan der Ampatuans als exklusive politische, militärische und wirtschaftliche Domäne reklamiert wurde, hatte er entschieden, dort nicht persönlich aufzukreuzen. Stattdessen sollten seine Frau Genalyn Tiamzon-Mangudadatu in Begleitung von Verwandten, Bekannten, mehrerer Journalisten und zweier Menschenrechtsanwälte die Reise antreten.
Auf dem Weg zu ihrem Fahrtziel wurde die Reisegruppe von über 100 Bewaffneten blockiert und buchstäblich exekutiert – ein von langer Hand geplantes Massaker. Bevor der Konvoi seine Todesfahrt begann, hatte Mangudadatu bei den verantwortlichen Kommandeuren der Streitkräfte und Nationalpolizei vergeblich um Personenschutz gebeten. Letztere fühlten sich einzig einer Person loyal verbunden – Datu Andal Ampatuan Sr., in Personalunion Provinzgouverneur, Patriarch und Clanchef.

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Solidaritätsgrüße der politischen Gefangenen in den Philippinen

“An Stefan Engel – Leiter des Revolutionären Weg der MLPD; Gabi Fechtner – Vorsitzende der MLPD; Monika Gaertner-Engel – Hauptkoordinatorin der ICOR

Oktober 2019

Herzliche revolutionäre Grüße!

Solidarisch schicken wir Euch unsere herzliche Sympathie und Unterstützung in Eurem Kampf gegen die schwerwiegende Bedrohung und sogar tatsächliche faschistische Angriffe, einschließlich der schwerwiegenden Bedrohung mit Mord oder Ermordung durch offene faschistische Kräfte in Deutschland. Wir sind sicher, dass diese Kräfte mit ihren imperialistischen Herren, Lakaien und Agenten zusammenarbeiten.

Wir unterstützen hier auch uneingeschränkt die Vereinbarung von ICOR und ILPS, gemeinsam eine Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg aufzubauen, in der die MLPD sicherlich eine wichtige Rolle schultern wird.

Nieder mit dem Imperialismus! Arbeiter und Völker aller Länder, vereinigt Euch!

Politische Gefangene in den Philippinen”

Monika Gärtner-Engel antwortete den Genossen:  “Liebe Genossen, vielen Dank für Euren sehr herzlichen Brief der Solidarität. Es ist sehr bedeutend, dass wir Revolutionäre auf der Welt uns gegenseitig unterstützen, unsere Arbeit koordinieren, von einander Lernen und ein unverbrüchliches Band herstellen. … An Euch politischen Gefangenen in den Philippinen unsere kämpferischen Grüße im Namen des Zentralkomitees der MLPD!”

 

Bild : Im April 2019 wurde Renante Gamara, ein Friedensberater der Nationaldemokratischen Front der Philippinen, erneut festgenommen. Er ist ein bekannter Arbeiteraktivist und Gewerkschafter. 2017 besuchte er nach seiner Freilassung das Pfingstjugendtreffen in Gelsenkirchen.

Bild 1: Renante Gamara links neben Stefan Engel, Leiter der Redaktion Revolutionärer Weg

Bild 2: Renante Gamara während eines Interviews.