BalikBayan Box Info – Brief von Medy

Dear Julia,
Many thanks for the birthday greetings for Pido.  He is very grateful to Rainer Werning for helping him with the interview..
Yes, we are in a lockdown/ quasi martial law (Duterte government using the covid-19 as excuse for the “undeclared” martial law)  here in the Philippines.  But still we take a very positive attitude.  The organized forces are able to continue organizing work during the severe public health crisis and economic crisis.  In the cities and in the rural areas, communities continue to help each other because they know they cannot expect the government to help them.  In the barrios food production goes on and barrio health workers   are helping the people to understand what the virus is and what they can do to avoid it.
Many thanks for the balikbayan box which you sent to Rev Alan.  Since the first week of March, no balikbayan boxes have been delivered because of the virus When the lockdown is over,  I think delivery will start again.  so hopefully we will get the BB box.

Change.Org: Unterschreibe die Petition der International Coalition for Human Rights in the Philippines

Dear  GFF friends and comrades,

Warmest greetings of solidarity from Kapatiran (Filipino German Friendship Association) and from our partner, the International Coalition for Human Rights in the Philippines (ICHRP)!

This is to follow-up our appeal to you and your networks to write the Philippine Supreme Court for the release of political prisoners.  In its last en banc session, the Supreme Court decided to give the government through the Office of the Solicitor General until April 24 to submit its comment on the petition of detainees for their release from prison.

ASK MORE FRIENDS TO SIGN ON to the ICHRP petition at change.org.  Here’s the link: http://chng.it/D6LyRb2HFY

Hier ein Protestbrief an Duterte als PDF zur Freilassung der politischen Gefangenen

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Brief von Brieffreund Joseph Cuevas

https://kodao.org/?s=cuevas

Liebe Stefanie

Was gibt’s? Es ist mehr als ein Jahr her, seit ich dir einen Brief geschrieben habe. Wie ist Deutschland inmitten von Covid 19? Wie reagiert die Volksbewegung auf diese pandemische Krankheit? Ich hoffe, Sie haben einige meiner Artikel auf unserer Website (Kodao.org) gelesen? Letztes Jahr sahen wir uns mit einer Kampagne gegen Cyber-Angriffe konfrontiert, mit der wir versuchten, unser Eintreten für die Pressefreiheit zum Schweigen zu bringen. Wir reichten zusammen mit anderen alternativen Mediengruppen Zivilklagen ein und erzielten schließlich einen Vergleich gegen ‘vermeintliche Unternehmen’, die in Cyberangriffe verwickelt waren. Ende Dezember gewannen Medienschaffende teilweise den Fall des Massakers von Maguindanao, der einige Täter des besagten brutalen Massakers vor 10 Jahren verkündete, aber der Kampf für Gerechtigkeit geht weiter. Die Lage der politischen Gefangenen wurde während der Regierung Duterte noch schlimmer. Nachdem er sein Versprechen nicht eingehalten hatte, ließ er nach einer Reihe von Friedensverhandlungen, die schließlich bereits 2018 scheiterten, politische Gefangene frei. Duterte entfesselte seine unverhohlenen Angriffe gegen das Volk. Heute sind mehr als 600 politische Gefangene inhaftiert, von denen 400 unter diesem Regime verhaftet wurden.

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Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen in den Philippinen, Teil 3 (Bulatlat)

Zusammengestellt aus Artikeln von Bulatlat.com vom 01.04., 02.04., 03.04., 04.04., 05.04.,06.04., 07.04., 08.04., 09.04., 13. und 14.04.2020

Offizielle Entwicklung der Corona bzw. COVID-19-Fälle in den Philippinen

Datum Infizierte
05.04.2020 3.094 144 Tote
07.04.2020 3.660 163 Tote
08.04.2020 3.870 182 Tote
13.04.2020 4.932 315 Tote

Nach einem spontanen Protest von 21 städtischen Armutsbewohner/innen der Stadt Quezon, die die versprochene Nahrungsbeihilfe von 8.000 Pesos pro Mensch einfordern, kommt es zu einem Polizeieinsatz und ihrer Verhaftung. Man bringt sie in das Gefängnis Camp Karingal in Quezon City. Sie werden der Verletzung des sog. Bayanihan Heal as One (Nachbarschaft heilen in Einem) Gesetz, des Ungehorsams u.a.m. angeklagt. Fortschrittliche Organisationen wie Courage (Organisation der staatlichen Beschäftigten) und Bayan Muna verurteilen umgehend diesen unmenschlichen und barbarischen Akt. Bis heute hat die philippinische Polizei seit Beginn der Ausgangssperre in Metro Manila und Gesamt-Luzon 17.000 Menschen festgenommen. Das steht in starkem Gegensatz zu nur 3.000 Testungen, so die städtische Armutsorganisation Kadamay.

Die ökonomische Abschwächung wird sich durch die Ausgangssperre noch verstärken, so das Forschungsinstitut IBON. Das zeigt sich insbesondere bei den Beschäftigten im informellen Sektor (Pedicap bzw. Fahrradtaxifahrer, Straßenhändler/innen, Bauerarbeiter/innen und Kaufangestellte im Kleinhandel. Ihr tägliches Überleben hängt von ihrem täglichen Einkommen ab. Die Ausgangssperre alleine in Manila zerstört 50% der wirtschaftlichen Aktivitäten, zusammen mit Luzon 73%. Ca. 23,7 Millionen Arbeiter/innen wurden verdrängt, die Mehrheit aus dem informellen Sektor. Die globale Rezession, so IBON weiter, wird zu einer Schwächung der Überseeeinnahmen führen. Nach seinen Schätzungen werden für die Sicherheit der Filipinos und die Sicherstellung eines minimalen Wohlstandsniveaus 296,2 Milliarden Pesos monatlich benötigt. Mit einem entsprechenden wirtschaftlichen Hilfspaket der Regierung könnte das sichergestellt werden. IBON unterbreitet entsprechende konkrete Vorschläge.

Einige Bestimmungen des Bayanihan Heal as One-Gesetzes sind verfassungswidrig, so die fortschrittliche nationale Rechtsanwaltsvereinigung NUPL. Die Bestimmung, wonach die Verbreitung von fake news bestraft werde, sei äußerst breit und vage formuliert. Verletzungen würden mit 2 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von nicht weniger als 10.000 Pesos (entspricht ca. 600 €) geahndet. Dieser Passus verfolge das Ziel, die philippinischen Bürger/innen abzuschrecken. Vom nationalen Ermittlungsbüro (NBI) wurden bereits 17 Vorladungen an Personen wegen der Verbreitung von Fake News verschickt.

Der Stadtbürgermeister von Pasig, Vico Sotto, erhält vom NBI eine Vorladung wegen der möglichen Verletzung des Bayanihan…Gesetzes. Sein Verbrechen: er erlaubte den eingeschränkten Betrieben von Tricycles in Pasig zum Transport von Gesundheitsbeschäftigten und Komponenten für medizinische Güter.

Verschiedene Berühmtheiten aus dem Showbusiness und Bürger/innen solidarisieren sich umgehend mit dem beliebten Sotto.

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Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen in den Philippinen, Teil 2

Zusammengestellt aus Artikeln aus Bulatlat.com vom 21.03., 22.03., 23.03., 24.03., 25.03., 26.03., 27.03., 29.03., 30.03., 31.03., 01.04., 02.04., 03.04., 04.04., 05.04., 06.04., 07.04. , 08.04. und 09.04.2020

Offizielle Entwicklung der Corona bzw. COVID-19-Fälle in den Philippinen

Datum Infizierte
11.03.2020 35
13.03.2020 52
14.03.2020 98 8 Tote
22.03.2020 307 19 Tote
22.03.2020 später 380 25 Tote
26.03.2020 707 45 Tote
30.03.2020 1.546 78 Tote

Die Verhängung der Ausgangssperre über die Luzon hat innerhalb der Gefängniszentren auch zu schärferen Maßnahmen geführt, z. B. dem zeitweiligen Besuchsverbot. Die Kranken und Älteren, die Medizin benötigen und Nahrungsmittelbeschränkungen haben, sind am stärksten gefährdet. Basierend auf Angaben des Obersten Gerichtshofes sitzen 71% der Häftlinge auf der Grundlage von falschen Urteilen ein, mehr als 500 davon sind politische Häftlinge. Die schreckliche Lage im philippinischen Gefängnissystem verhindert die Handhabung einer „sozialen Distanzierung“. Darüber berichtete Ofel Beltran-Balleta, die sich Innerhalb der Menschenrechtsorganisation Karapatan um Dienstleistungen für politische Häftlinge kümmert. Ofel ist eine Tochter des verstorbenen legendären Gewerkschaftsführers der KMU, Crispin Beltran. Ihre Berichte unterstreichen die Forderung der Angehörigenorganisation Kapatid nach Massenfreilassung.

In einer Videokonferenz am 21.03.20 machen sich mehrere Ärzte für die Durchführung von Massentests stark. Nur so mache die Gemeindequarantäne (Ausgangssperre) Sinn, so der fortschrittliche Arzt Dr. G. Nisperos. Der in den Gemeinden an vorderster Front tätige Arzt Dr. Javier stimmt dem voll zu: Eine Quarantäne ohne Testung bürdet den Menschen die Lasten auf. Nisperos kritisiert ebenso den doppelten Maßstab, dass alle Politiker das Recht auf Testung hätten, während das bei Gesundheitsbeschäftigten limitiert sei. Während das Gesundheitsministerim keine Notwendigkeit für eine Massentestung sehe, zeige die Erfahrung aus Süd-Korea wie erfolgreich das sein könne. Dadurch konnte Ansteckungskurve abgeflacht werden.

Carlos Zarate, Abgeordneter der fortschrittlichen Parteiliste Bayan Muna fordert von 7 Ministerien den Einsatz ihrer finanziellen Mittel in Höhe von insgesamt 6,8 Milliarden Pesos für die Bedürfnisse des Volkes bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen. Und die College Editors Guild of the Philippines fordert die Umleitung der Gelder verschiedener antikommunistischer und Geheimdienstorganisationen in den Gesundheitssektor. Die fortschrittliche Vereinigung der Gesundheitsbeschäftigten AHW äußert ihre Betroffenheit darüber, dass ein großer Budgetbrocken von über 14 Milliarden Pesos als ökonomische Hilfe in den Tourismussektor vergeben worden ist. Treffend kritisiert die fortschrittliche Forschungsorganisation IBON, dass keines der Infrastrukturprojekte etwas mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu tun habe.

Aufgrund der 30-tägigen, antikommunistisch begründeten Schließung von vielen Schulen (sie seien betrieben von den kommunistischen Guerillas) der indigenen Lumad in Mindanao befinden sich seit einiger Zeit über 100 Lumad Kinder auf dem Gelände der Diliman Universität in der Stadt Quezon. Diese Stadt zählt mit zu den Städten, von denen die meisten COVID 19 Infektionen berichtet werden. Wegen dem Mangel von Gesichtsmasken schützen sich die Kinder mit vollkommen unzureichenden Servietten.

Dem fortschrittlichen Enthüllungsmagazin Bulatlat werden unnötige Voraussetzungen für die Zulassung zur Quarantäne-Gebieten auferlegt. Das Internationale Pressezentrum teilt ihm auf Nachfrage mit, dass man Mainstream-Medien bei der Zulassung priorisiere. Das Magazin bewertet diese als Diskriminierung gegenüber kleinen, nichtprofitorientierten Medien und erinnert sich zurück an Zeiten der Zensur während der Marcos-Diktatur.

Mit einer Sandwich-Aktion protestieren am 23.03. Pedicab-Fahrer für die versprochene Nahrungsmittelhilfe. Trotz mittlerweile 8 Tage andauernder Gemeindequarantäne wurde dieses Versprechen von der Regierung nicht eingelöst. Priester haben inzwischen einen „Heiße-Mahlzeiten-Drive-In“ eingerichtet, um Pedicab-Fahrer zu unterstützen.

Ein Netzwerk von Menschenrechtler/innen und juristischen Akademiker/innen kritisiert scharf, dass dem Präsidenten noch mehr Befugnisse vom Kongress zugesprochen worden sind.

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