Die Herbstblätter fallen – Gedicht von Pfarrer Antonio Nercua Ablon

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich daran, wie viele Tage ich schon hier bin

Wie lange es schon her ist, dass ich mein Zuhause verlassen habe

Jeden Tag fühle ich mich einsam

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an die Personen, die ich zurückgelassen habe

An Menschen, die ich geliebt habe

Jede von ihnen habe ich geliebt

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

Jedes Blatt erinnert mich an die Menschen, denen ich dort diene

Von jedem von ihnen diene ich

Jedem Volk diene ich

Trotzdem bin ich nicht allein, denn der Kampf muss weitergehen

Das Herbstlaub fällt und erinnert mich an den Wechsel der Jahreszeiten

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Für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Häftlinge in den Philippinen

Am 6. Dezember 2019 erhielten die Deutsch-Philippinischen Freunde e.V. eine aktuelle und ausführliche Information der philippinischen Menschenrechtsorganisation Karapatan zu den politischen Gefangenen in den Philippinen. Mit Stand vom November 2019 gibt es im ganzen Land insgesamt 629 politische Häftlinge. Mehr als die Hälfte, nämlich 382 wurden in der Regierungszeit von Duterte inhaftiert. 50 Häftlinge sind schon älter, 93 weiblich, 113 krank, 5 minderjährig und 11 sind Friedensberater der Nationaldemokratischen Front der Philippinen (NDFP). Wir erinnern uns an dieser Stelle an das vollmundige Versprechen zu Beginn der Amtszeit von Duterte, dass er alle politischen Häftlinge freilassen will. Tatsächlich freigelassen wurden im August 2016 18 Friedensberater der NDFP. Nach dem Abbruch der Friedensverhandlungen ordnete er deren Wiederinhaftierung an. Da sich die meisten in Sicherheit gebracht hatten, konnte er dies jedoch weitgehend nicht umsetzen.

Am 6. Dezember 2019 demonstrierten Menschenrechtsgruppen von Karapatan und Kapatid zusammen mit anderen Volksorganisationen durch Manila und forderten die Freilassung aller politischen Gefangenen.

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International Human Rights Day 2019: Oppose the Scheme to Transfer Bicutan Political Prisoners to Local Jails!

Dear Dagmar and the GFF Board members,
Warmest solidarity greetings from KAPATIRAN.
We are forwarding the Bicutan-PPs Statement dated 21 Nov 2019, the letter of invite for Dec 10, 2019 HR Day and a social media card Defend Together. Kindly forward to as many friends and supporters.
Many of you have known some of the political prisoners and met them in various occasions during your visit here and when some of them visited Europe.  The situation of the political prisoners is known to you and its one of the reason you send some financial help to them and their families.
The local jails who some of you have visited are really in very bad situation – its cramp, prisoners who committed different crimes (including criminals)  are all mixed in one ward, to say the least.

Neues Deutschland – Rainer Werning – Eiskalt geplanter Mord

Am Samstag jährt sich zum zehnten Mal ein Massaker in den Philippinen. Am 23. November 2009 wurden in der südphilippinischen Provinz Maguindanao 58 Menschen, darunter 32 Medienvertreter, ermordet. Bis heute bleibt dieses Verbrechen ungesühnt.
Von Rainer Werning
Der 23. November 2009 ging in die Annalen der Philippinen als Schwarzer Montag ein. An jenem Tag hatte sich in der südphilippinischen Provinz Maguindanao ein Konvoi von Anhängern des Regionalpolitikers Esmael Mangudadatu auf den Weg in die Provinzhauptstadt Shariff Aguak gemacht. Dort wollten sie fristgerecht die erforderlichen Unterlagen für Esmaels Kandidatur als Gouverneur bei den Wahlen im Mai 2010 einreichen.
Weil dieser Spross des Mangudadatu-Clans wusste, dass Shariff Aguak samt Umgebung seit knapp einem Jahrzehnt vom rivalisierenden Clan der Ampatuans als exklusive politische, militärische und wirtschaftliche Domäne reklamiert wurde, hatte er entschieden, dort nicht persönlich aufzukreuzen. Stattdessen sollten seine Frau Genalyn Tiamzon-Mangudadatu in Begleitung von Verwandten, Bekannten, mehrerer Journalisten und zweier Menschenrechtsanwälte die Reise antreten.
Auf dem Weg zu ihrem Fahrtziel wurde die Reisegruppe von über 100 Bewaffneten blockiert und buchstäblich exekutiert – ein von langer Hand geplantes Massaker. Bevor der Konvoi seine Todesfahrt begann, hatte Mangudadatu bei den verantwortlichen Kommandeuren der Streitkräfte und Nationalpolizei vergeblich um Personenschutz gebeten. Letztere fühlten sich einzig einer Person loyal verbunden – Datu Andal Ampatuan Sr., in Personalunion Provinzgouverneur, Patriarch und Clanchef.

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