Wie Corona ÜberseearbeiterInnen trifft

Philippinische KrankenpflegerInnen in Deutschland stehen im Umgang mit Covid-19 einer vollkommen neuen Situation gegenüber. Aufgrund vieler Überstunden und der ständigen Ansteckungsgefahr nehmen die seelischen und körperlichen Belastungen der KrankenpflegerInnen enorm zu. Gleichzeitig wächst die Solidarität und Verbundenheit zwischen den ArbeitskollegInnen.

Zu FreundInnen und Familie in Deutschland als auch in den Philippinen ist der Kontakt aufgrund der medizinischen Verantwortung und der Distanz auf Videoanrufe und soziale Medien beschränkt.

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Utrecht & Manila: Notes on the book launches of the latest publications by José Maria Sison & Rainer Werning

The International Office of the National Democratic Front of the Philippines (NDFP) successfully launched at its conference hall in Utrecht the book of José Maria Sison and Dr. Rainer Werning, Reflections on Revolution and Prospects and its German version Ein Leben im Widerstand, on Saturday, December 21, 2019.

Solidarity activists in support of the Filipino people’s struggle for national and social liberation were present during the Utrecht launch. This publication is a report on the two events in Utrecht, The Netherlands and in Manila, Philippines as well as reflections on the books by both authors and some of their colleagues.

 

 

 

https://www.kobo.com/de/de/ebook/utrecht-manila-notes-on-the-book-launches-of-the-latest-publications-by-jose-maria-sison-rainer-werning

Schützen wir uns und kämpfen wir gemeinsam gegen Covid-19: 20 Regeln und Ratschläge im Kampf gegen die Corona-Pandemie

20 Regeln und Ratschläge im Kampf gegen die Corona-Pandemie,
die von der MLPD, ihren Ärzten und Verbündeten entwickelt wurden.
Für den internationalen Gebrauch begrüßen wir ausdrücklich den Erfahrungsaustausch, um im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie voneinander zu lernen.

Hier als PDF zum Download:

200902 MLPD Informationsblatt Corona Ausfuehrliche Empfehlung_DE

200902 MLPD Information Sheet Corona short version_EN

200902 MLPD Information Sheet Corona detailed recommendations_EN

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen in den Philippinen, Teil 14

Zusammengestellt aus Artikeln aus Bulatlat vom 01.09.-10.09.2020, Bildnachweis: Bulatlat.com

Vielen Dank an Udo!

Offizielle Entwicklung der Corona bzw. COVID-19-Fälle in den Philippinen

 

Datum Infizierte Todesfälle
03.09.2020 226.000 3.600

Umahon Gitnang Luzon, eine Organisation der nationalen Minderheiten verurteilte am 31.08.2020 die Folter von Aetas, nachdem die Armee am 21.08.20 ihre Gemeinden bombardiert hatte. Witi Ramos, Jepoy Ramos und Nalin Ramos von der Sitio Lumibao in der Gemeinde San Marcelino, Zambales wurden illegal festgenommen, körperlich misshandelt und Nalin wurde gezwungen, die Fäkalien eines Soldaten zu essen. Sandugo, die Dachorganisation der Moro und indigenen Völker forderte die Menschenrechtskommission dazu auf, die Vorfälle zu untersuchen. Die Bombardierung am 21. Zwang über 659 Familien dazu, aus ihrem Zuhause zu fliehen. Das Militär behauptete, dass die Operation eine Vergeltungsmaßnahme gegen die NPA gewesen sei. Die Dorfbewohner wiedersprachen dem. Sie leisten Widerstand gegen ein Bergbauprojekt des Dizon Kupfer-Silber-Bergbaukonzerns.

Die Verhängung des Kriegsrechts über Sulu am 01.09.2020 wurde von offiziellen Stellen im Nachgang mit der doppelten Explosion gerechtfertigt, die zur Tötung von 14 Menschen geführt hatte. Philippinische Gesetzesmacher und Menschenrechtsverfechter/innen der Moros wiesen das zurück. „Die Erklärung des Kriegsrechts ist keine Lösung für die Bomben in Jolo, Sulu, denn das wird nur weiter vom Militär missbraucht werden“, so die Bayan Muna Repräsentantin Eufemie Cullamat. Carlos Zarate, ebenfalls von Bayan Muna meinte: „So verabscheuungswürdig und grauenhaft diese Bombenattentate auch sind, die staatlichen Sicherheitskräfte können die Täter auch ohne Einsatz des Anti-Terror-Gesetz verfolgen. Amirah Lidasan von Moro-Christen-Volksallianz sagte, die ganze Provinz von Sulu unter Kriegsrecht zu setzen, ist wie „die Bestrafung der ganzen Bevölkerung“ für die Verbrechen von maßgeblichen Selbstmordattentätern. Sie sieht Ähnlichkeiten mit Bombenattentaten während der Regierungszeit von Arroyo als diese mit Korruptionsanklagen konfrontiert war. Die jetzigen Bombenattentate finden mitten in der Kritik an Duterte statt, der nicht ernsthaft an die Probleme der Korruption in der Regierung herangeht und die Probleme behandelt, die von den steigenden Covid-19 Infektionen herrühren. „Und es ist auch nicht neu, dass die Gewalt zur Rechtfertigung von volksfeindlichen Maßnahmen wie dem Anti-Terror-Gesetz und der Durchsetzung des Kriegsrechts benutzt wird.“ Lidasan fordert eine gründliche Untersuchung, nach dem üblichen Verdächtigen wie die Abu Sayyaf-Gruppe oder ISIS-beeinflusste Gruppen keine Erklärung für die Verantwortung für die Explosionen abgegeben haben.

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Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen in den Philippinen auf die Menschenrechte, Teil 13

Zusammengestellt aus Artikeln aus Bulatlat vom 21.08.-31.08.2020, Bildnachweis: Bulatlat.com

Eine Freundin der ermordeten Zara Alvarez, Bulatlat-Redakteurin Janess Ann J. Ellao berichtet in der Ausgabe vom 21.08.20, dass Zara in den Wochen vor ihrer Ermordung festgestellt hatte, dass sie von vermutlich staatlichen Agenten beschattet wurde. Nichts desto trotz habe sie ihre Arbeit weiter geführt, z.B. die Durchführung von Unterstützungsaktionen für die von der Pandemie betroffenen Gemeinden. In der Nacht, in der sie umgebracht wurde, hatte sie die Anklageschrift eines politischen Häftlings vorbereitet, koordinierte und gab wichtige Mitteilungen an dessen Familie und ihren Rechtsanwalt weiter. Erste Berichte der Menschenrechtsorganisation Karapatan von Negros legen dar, dass sechsmal auf sie geschossen wurde, zwei Schüsse waren tödlich. Zara bekam früh ein politisches Bewusstsein. Sie wuchs auf mit christlichen Werten und Lehren zu sozialer Gerechtigkeit, und sie bevorzugte die Armen. Ihre Eltern waren aktive Kirchenleute. Während ihrer Hochschulzeit beteiligte sie sich an Untersuchungsreisen zu Bauerngemeinden in Cadiz, Negros und sie wurde Mitglied in der örtlichen Gruppe von Anakbayan (fortschrittliche Jugendorganisation), wo sie schließlich zur Generalsekretärin im Jahr 2000/2001 gewählt worden ist. Als die Regierungspräsidentin Gloria Macapagal-Arroyo die blutigsten Aufstandsbekämpfungsprogramme Oplan Bantay Laya 1 und 2 einführte, erkannte Zara, dass sie sich auch für Menschenrechtsangelegenheiten engagieren muss.

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Überlebende des Kriegsrechts kämpfen jetzt gegen die Tyrannei Duterte’s

Medy und Pido sind gute Freunde vom DPF und Gründungsmitglieder von Kapatiran

Nach Deutsch automatisch übersetzt, basierend auf dem Artikel von Bulatlat vom 22.09.2020 “Martial Law survivors now fighting Duterte’s tyranny”

Martial Law survivors now fighting Duterte’s tyranny

“Wir dürfen nicht aufhören, weil unsere Bestrebungen dann noch nicht verwirklicht sind. Wir müssen weiter für Freiheit und wahren Fortschritt für das philippinische Volk kämpfen.”

Von MENCHANI TILENDO, 22. September 2020

Bulatlat.com

MANILA – Anders als in den vergangenen Jahren wurden am 21. September #NeverAgain-Proteste in diesem Jahr aufgrund des Gesundheitsrisikos, das die COVID-19-Pandemie mit sich bringt, weniger ältere Teilnehmern erwartet. Dennoch tauchten mehrere von ihnen in den vordersten Reihen der Versammlung an der UP Diliman, University Avenue, auf. Die Überlebenden des Kriegsrechts, die die ersten drei Reihen der Demonstranten besetzten, haben einmal mehr bewiesen, dass es für all die Gräueltaten, die in diesen dunklen Zeiten der Militärherrschaft begangen wurden, nie wirkliche Gerechtigkeit gab.

Unter denjenigen, die sich dem physischen Protest anschlossen, war Ka Felix Dalisay, 68, Mitglied der Samahan ng Ex-Detainees Laban sa Detensyon at Aresto (SELDA). Er war 1973 ein politischer Gefangener des Marcos-Regimes.

“Ich erlebte alle Formen der Folter, aber die schlimmste war, als ich nach Libis in Quezon City gebracht wurde. Damals war Libis noch ein Waldgebiet. Ich sagte ihnen, dass ich nur eben Pinkeln müsste, aber plötzlich fühlte ich einen Schuss in mein linkes Ohr, der der Grund dafür war, dass ich teilweise taub wurde”, erzählte Dalisay.

“Jeden 21. September werden wir daran erinnert, wie schwach die Justiz bis heute ist, nach allem, was uns widerfahren ist. Marcos und seine Kumpanen, die in unseren Reihen für Folter, Vergewaltigung, Bergung, Mord und außergerichtliche Tötungen verantwortlich waren, wurden nie für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen”, fügte er hinzu.

Ka Felix Dalisay, 68


Wunden, die nie heilten

Wie Ka Felix beschloss auch Medy De Jesus trotz der gesundheitlichen Risiken, sich gestern an der Protestaktion zu beteiligen.

“Wir dürfen nicht aufhören, weil unsere Bestrebungen dann noch nicht verwirklicht sind. Wir müssen weiter für Freiheit und wahren Fortschritt für das philippinische Volk kämpfen”, sagte sie.

De Jesus ist seit 1984 Mitglied der Menschenrechtsgruppe Karapatan – Southern Tagalog. Sie wurde 1974 Aktivistin und war damals eine benediktinische Nonne. Sie wurde nach Pampanga versetzt, und das war, als Carlo Tayag, ein Benediktiner-Priester, der der Kongregation des San Beda College Manila angehörte, verschwand.

Medy de Jesus, 71, Überlebende des Kriegsrechts und Mitglied von KARAPATAN – Southern Tagalog


“Carlos war unser Freund, und er ging oft nach Pampanga. Nachdem er 1977 von einem Treffen kam, bei dem wir bereits versucht hatten, die Task Force Häftlinge für politische Gefangene zu bilden, wurde er nie gefunden. Seine Mutter und seine Co-Priester und Brüder von San Beda versuchten, ihn zu finden, aber ohne Erfolg”, erinnert sich De Jesus.

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