Die weltweite Corona-Pandemie hat nicht nur in Deutschland für Hartz IV -Empfänger, Geringverdiener, Migranten und Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern verheerende Konsequenzen. Auch in den Philippinen sind Millionen Arbeiter mit ihren Familien betroffen, vor allem in den Vierteln der Stadtarmen. Dort haben sie trotz Arbeit schon in sogenannten normalen Zeiten kaum Zugang zum öffentlichen Gesundheitswesen. Sie bekommen nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn als Tagelöhner.

Die Forderungen an die Regierung werden immer lauter: Nach freiem Zugang zu  Corona-Tests, ausreichend Medikamenten und Nahrung für die Armen, Schutzmaßnahmen für Gesundheitsarbeiter und medizinisches Personal, Lohnfortzahlung bei Betriebsschließungen statt der Zwang zur Aufnahme von Privatkrediten.

Die Menschen wissen nicht, wovon sie Essen, Wasser, Medikamente, Haushaltsmittel einkaufen sollen. Insbesondere die Tagelöhner sind betroffen. Der öffentliche Nahverkehr ist komplett stillgelegt. Angesicht der Ausgangssperre müssen sie stundenlang laufen, um vielleicht einen Gelegenheitsjob zu ergattern, um die Familie zu ernähren.

Die landesweite Corona-Taskforce obliegt der Polizei und dem Militär (nicht dem Gesundheitswesen!), dorthin werden Spenden von der Regierung, NGO’s etc weiter geleitet!

In den Gefängnissen sind Hygiene und Ernährungs-Verhältnisse schon im Normalfall katastrophal, die Einrichtungen völlig überbelegt. Es gibt keinerlei Schutzmaßnahmen oder medizinische Betreuung. Wir bekräftigen in dieser Situation gemeinsam mit unseren Freunden: Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.

Unter dem Vorwand „Corona-Schutzmaßnahmen“ wurde durch das Duterte-Regime  am 17.3. faktisch das Kriegsrecht verhängt. Wer dagegen verstößt kann umgehend erschossen werden.

Doch unsere langjährigen Freunde von der Gewerkschaft KMU in Manila, vom Frauenverband  Gabriela, von der Menschenrechtsorganisation Kapatiran und von der Cordilleren People’s Alliance (CPA)  lassen sich nicht davon

abhalten, die Menschen aufzuklären und zu ermutigen, für ihre Rechte einzutreten. Aus den Cordilleren erhielten wir  einen Aufruf von der „Health for the People Brigade“ mit der Bitte um Spenden. Über unsere Freunde von Kapatiran können wir den politischen Gefangenen Hilfe für Ernährung, Schutzmaßnahmen  und medizinische Versorgung  zukommen lassen, auch unter den aktuell erschwerten Bedingungen. Unsere Spenden sind auch ein Beitrag, Proteste und Forderungen an die philippinische Regierung besser zu organisieren und koordinieren. Sie kommen da an, wo sie gebraucht werden!

Wir leiten Eure Spenden umgehend an die Betroffenen weiter, jeweils 50% an die CPA und 50% für die politischen Gefangenen.

Wir wissen, dass es manchem von Euch in diesen Krisenzeiten auch nicht so leicht fällt zu spenden. Doch wir wissen auch: Mit internationaler Solidarität und Freundschaft können wir viel erreichen und uns gegenseitig unterstützen!

Vielen Dank!

Euer Vorstand

Die DPF Bankverbindung für Spenden: IBAN: DE38 3007 0024 0408 1550 00, BIC (SWIFT): DEUTDEDBDUE, Deutsche Bank 24 Langenfeld

Spendenaufruf der Deutsch-Philippinischen Freunde e.V.